Retour aux archives
Für deutschsprachige Leser/-innen
Pour les lecteur·trice·s francophones

Newsletter

Juni 2026

Liebe Leserin, lieber Leser
Es ist ganz einfach: Was nachhaltig ist, wirkt. Deshalb steht die nachhaltige Entwicklung auch bei Interface im Zentrum des Schaffens: bei der Ausgestaltung von Energie- und Klimapolitik, bei der Zusammenarbeit mit der Bevölkerung oder bei der Frage, wie politische Instrumente als fair wahrgenommen werden. Tobias Arnold und Daniel Landolt teilen sich die Leitung des Fachbereichs Nachhaltige Entwicklung bei Interface – beiden gemein ist auch die Leidenschaft für Projekte, die wirken. Drei solche Projekte stellen wir Ihnen in diesem Newsletter vor.
Wir wünschen Ihnen eine interessante Lektüre.
Freundliche Grüsse, Franziska Müller, Mitglied Geschäftsführung

Im Fokus

Der Begriff Nachhaltigkeit entstammt dem Verb «nachhalten» – dieses meint «eine längere Zeit anhaltende Wirkung». Die Stadt Zürich ist beim Klimaschutz auf Wirkung aus. Mit grosser Unterstützung der Bevölkerung geht sie hier zügig voran: 75 Prozent der Stadtzürcher Stimmbevölkerung haben den Klimaschutzzielen 2022 zugestimmt.

Die Stadt Zürich will Netto-Null auf Stadtgebiet bereits 2040 erreichen. Ein Projekt, in dem gezielt bestehende und neue Klimaschutzmassnahmen umgesetzt und vernetzt werden, ist das Projekt «Pilotquartier Netto-Null».

Projekt «Pilotquartier Netto-Null» − begleitende Evaluation im Auftrag der Stadt Zürich

Projektteam: Amadea Tschannen (Projektleitung),  Aline Hänggli, Rachel Linley, Stefan Rieder
Projektpartner: Fachhochschule Nordwestschweit und Lemonconsult

Im Projekt «Pilotquartier Netto-Null» wird die verstärkte Zusammenarbeit von Bevölkerung, Unternehmen und Stadtverwaltung erprobt. Im Gebiet Binz und Alt-Wiedikon testen Bewohnende, Unternehmen und Stadtverwaltung von 2025 bis 2030 gemeinsam, wie im Alltag Treibhausgasemissionen reduziert werden können. Was im Pilotquartier klappt, soll die ganze Stadt inspirieren. Hierbei werden gezielt Top-down- und Bottom-up-Ansätze kombiniert. Die Stadt Zürich hat Interface mit einer begleitenden Evaluation des Projekts betraut. Dabei kommt auch der von Andreas Balthasar (Gründer von Interface) entwickelte Evaluationsansatz des Critical Friend Approach (CFA) zum Einsatz. Der Ansatz ist darauf ausgerichtet, die Verantwortlichen von Programmen und Projekten gezielt und direkt durch eine methodisch stringente und unabhängige Evaluation zu unterstützen. Die Evaluierenden sind externe Beobachter, die den Auftraggebenden mit ihrer Erfahrung beratend zur Seite stehen, ihre Erkenntnisse teilen, kritische Fragen stellen oder auf Handlungsbedarf hinweisen. 
Amadea Tschannen: «Das Projekt entspricht genau meinen Interessen und Stärken. Die Inhalte sind praxisnah und der Ansatz gleichzeitig innovativ. Wir pflegen mit den Verantwortlichen bei der Stadt Zürich eine konstruktive Zusammenarbeit, einen guten Austausch und haben das gleiche Verständnis von Evaluation als Lernprozess. Bei der Auftraggeberin und den beteiligten Umsetzungspartnern urbanista, myclimate und Freundliche Grüsse ist viel Begeisterung für das Thema vorhanden, das motiviert wiederum mich und mein Team, mit vollem Einsatz zu arbeiten.»
Zwei weitere Projekte mit viel Wirkungspotenzial:

Verteilungswirkung von energiepolitischen Instrumenten: Wahrnehmung und Präferenzen – Forschungsprojekt im Auftrag des Bundesamts für Energie (BFE)

Projektteam: Oliver Prinzing und Amadea Tschannen (Co-Projektleitung), Andreas Balthasar, Aline Hänggli
Projektpartner: Universität Luzern
 
Das Forschungsprojekt analysiert, wie die Schweizer Bevölkerung die Fairness von energie- und klimapolitischen Lenkungsabgaben wahrnimmt. Mittels grosser Online-Befragungen haben wir gemeinsam mit der Universität Luzern experimentell untersucht, wie die Bevölkerung die durch Lenkungsabgaben entstehenden finanziellen Umverteilungen bewertet. Dabei gingen wir insbesondere den Fragen nach, welche Präferenzen hinsichtlich der Verwendung der Einnahmen aus Lenkungsabgaben bestehen und welche Rolle bestehende klimapolitische Instrumente bei der Beurteilung alternativer Abgaben spielen. Die Ergebnisse tragen dazu bei, besser zu verstehen, weshalb Lenkungsabgaben – trotz ihrer ökologischen Wirksamkeit – politisch umstritten bleiben und welche Schlussfolgerungen daraus für deren Umsetzung in der Schweiz gezogen werden können.

Die Ergebnisse werden in wissenschaftlichen Zeitschriften veröffentlicht. Zudem erstellen wir einen «Policy Report» zuhanden der zuständigen Verwaltungsstellen auf nationaler und kantonaler Ebene, der Ende Juni 2026 vorliegen wird. Im Bericht zeigen wir Handlungsspielräume auf und bereiten die wissenschaftlichen Erkenntnisse praxisorientiert auf, insbesondere für die kantonale Politikgestaltung.

Erarbeitung einer neuen Strategie für Wald und Holz in der Schweiz – im Auftrag des Bundesamts für Umwelt (BAFU)

Projektteam: Daniel Landolt (Projektleitung), Amadea Tschannen, Anatolij Gerichhausen
 
Um den unterschiedlichen gesellschaftlichen, ökologischen und wirtschaftlichen Bedürfnissen an den Wald und an das Holz gerecht zu werden, hat der Bundesrat die «Integrale Wald- und Holzstrategie 2050» erarbeiten lassen. Damit legt er die Ziele und die Massnahmen der nationalen Wald- und Holzpolitik der nächsten zweieinhalb Jahrzehnte fest.

Interface hat den Prozess und die inhaltliche Erarbeitung der Strategie unterstützt: mit Workshops, mit Grundlagenarbeiten, mit konkreten Formulierungsvorschlägen. Ausgewählte Massnahmenvorschläge der Strategie haben wir zudem mit der Methodik des VOBU-Quick-Checks im Hinblick auf deren gesellschaftliche, wirtschaftliche und ökologische Auswirkungen beurteilt. Die Ergebnisse dieser Analyse haben dabei geholfen, wirkungsvolle, konkrete Massnahmen zur Integralen Wald- und Holzstrategie 2050 zu erarbeiten. Auf der Website des BAFU zur Integralen Wald- und Holzstrategie finden sich die Zusammenfassung der Strategie, der Strategiebericht des Bundesrates, der Massnahmen- und Indikatorenbericht.
Daniel Landolt: «Bei diesem Projekt zeigte sich einmal mehr, dass der Weg zu einer tragfähigen Strategie nur über eine intensive inhaltliche Auseinandersetzung unter den Beteiligten führen kann. Der Bund und die Kantone haben diese Strategie gemeinsam erarbeitet und dadurch eine Basis für die gemeinsame Umsetzung gelegt. In solch gemeinsamen Prozessen entsteht Neues, das über das Fachwissen der Einzelnen hinausgeht. Dies zu ermöglichen und zu unterstützen, ist eine grosse Freude und macht meine Arbeit so lehrreich und spannend.»

So finden Sie uns!

LinkedIn

Interface ist auf LinkedIn.

E-Mail

Nehmen Sie mit uns per E-Mail Kontakt auf: luzern@interface-pol.ch

Website

Alles Wissenswerte über Interface finden Sie auf www.interface-pol.ch. 
Pour les lecteur·trice·s francophones

Newsletter

Juin 2026

Chère lectrice, cher lecteur,
C’est une évidence : la durabilité se mesure par son impact réel. Voilà pourquoi Interface place également le développement durable au cœur de ses activités – en façonnant des politiques énergétiques et climatiques, en animant des processus participatifs ou en étudiant la perception d’équité des instruments politiques. Tobias Arnold et Daniel Landolt sont co-responsables du domaine d’expertise Développement durable chez Interface – tous deux partagent la même passion pour les projets qui font bouger les lignes. Découvrez dans cette newsletter trois projets qui incarnent cet engagement.
Je vous souhaite une bonne lecture, Franziska Müller, membre de la direction

Coup de projecteur

Étymologiquement, le terme durabilité désigne la capacité d’une action à durer dans le temps tout en maintenant son effet. C’est cet impact à long terme que vise la ville de Zurich en matière de protection du climat. Grâce au large soutien de la population, elle progresse rapidement dans ce domaine : en 2022, 75% de ses électrices et électeurs ont approuvé un plan climat ambitieux (disponible uniquement en allemand).

La ville de Zurich souhaite atteindre la neutralité carbone d’ici 2040. Le projet « Quartier pilote zéro émission » vise précisément à mettre en œuvre et à coordonner des mesures existantes et nouvelles en faveur de la protection du climat.

Projet « Quartier pilote zéro émission » − évaluation concomitante sur mandat de la ville de Zurich

Équipe de projet : Amadea Tschannen (responsable de projet), Aline Hänggli, Rachel Linley, Stefan Rieder
Partenaires de projet : Haute école spécialisée du nord-ouest de la Suisse et Lemonconsult

Le projet « Quartier pilote zéro émission » (disponible uniquement en allemand) vise à renforcer la collaboration entre la population, les entreprises et l’administration municipale. Dans les quartiers de Binz et d’Alt-Wiedikon, les habitants, les entreprises et l’administration municipale testent – depuis 2025 et jusqu’en 2030 – des solutions pour réduire au quotidien les émissions de gaz à effet de serre. Les initiatives à succès doivent servir d’inspiration pour toute la ville. Pour ce faire, les approches descendantes et ascendantes sont combinées de manière ciblée. La ville de Zurich a chargé Interface de réaliser une évaluation concomitante du projet. Dans ce cadre, la méthode d’évaluation « Critical Friend Approach » (CFA), développée par Andreas Balthasar (fondateur d’Interface), est utilisée. Cette démarche vise à accompagner les responsables de programmes et de projets à l’aide d’une évaluation qui allie rigueur scientifique et indépendance. Les évaluateurs sont des observateurs externes qui conseillent les mandants, partagent leurs connaissances, posent des questions critiques ou signalent les mesures à prendre.
Amadea Tschannen: « Ce projet correspond en tout point à mes domaines de prédilection et à mes compétences clés. Les contenus sont axés sur la pratique et s’inscrivent dans une démarche innovante. Nous développons une collaboration fructueuse et constructive avec les responsables de la ville de Zurich, nourrie par une vision commune de l’évaluation comme un véritable processus d’apprentissage. Le mandant et les partenaires de mise en œuvre impliqués – urbanista, myclimate et Freundliche Grüsse – font preuve d’un fort enthousiasme pour le sujet, ce qui nous motive, mon équipe et moi-même, à nous investir pleinement. »
Voici deux autres projets à fort potentiel d’impact :

Effets distributifs des instruments de politique énergétique: perception et préférences – Projet de recherche sur mandat de l’Office fédéral de l’énergie (OFEN)

Équipe de projet : Oliver Prinzing et Amadea Tschannen (co-responsables du projet), Andreas Balthasar, Aline Hänggli
Partenaire de projet : Université de Lucerne
 
Le projet de recherche analyse la perception par la population suisse de l’équité des taxes incitatives en matière de politique énergétique et climatique. En collaboration avec l’Université de Lucerne, nous avons mené de vastes enquêtes en ligne dans le cadre d’une étude expérimentale. Celle-ci vise à déterminer comment la population évalue la redistribution des recettes issues de ces taxes. Nous nous sommes notamment intéressés aux préférences concernant l’utilisation des produits des taxes incitatives et au rôle que jouent les instruments de politique climatique actuels dans l’appréciation de taxes alternatives. Les résultats contribuent à mieux comprendre pourquoi les taxes incitatives – malgré leur impact positif sur l’environnement – suscitent de vifs débats politiques. Ils donnent également des pistes concrètes pour la mise en œuvre de telles taxes en Suisse.

Les résultats seront publiés dans des revues scientifiques. Par ailleurs, nous avons rédigé un rapport à l’intention des services nationaux et cantonaux responsables. Disponible dès la fin juin 2026, ce document met en évidence les marges de manœuvre et présente les conclusions scientifiques sous un angle pratique, notamment en vue de l’élaboration des politiques cantonales.

Élaboration d’une nouvelle stratégie pour la forêt et le bois en Suisse – sur mandat de l’Office fédéral de l’environnement (OFEV)

Équipe de projet : Daniel Landolt (responsable de projet), Amadea Tschannen, Anatolij Gerichhausen

La forêt et le bois revêtent une importance cruciale pour la société, l’environnement et l’économie. C’est dans cette optique que le Conseil fédéral a adopté la «Stratégie intégrale pour la forêt et le bois 2050 ». Il définit ainsi les objectifs et les mesures de la politique nationale en matière de forêt et de bois pour les 25 prochaines années.
Interface a accompagné le processus et l’élaboration de cette stratégie en animant des ateliers, en réalisant des études préliminaires et en formulant des propositions concrètes. Par ailleurs, nous avons analysé certaines propositions de mesures sur la base d’un quick check VOBU afin d’en évaluer les impacts sociaux, économiques et écologiques. Les résultats de cette analyse ont notamment servi à l’élaboration de mesures efficaces et concrètes pour cette nouvelle stratégie. Le site web de l’OFEV consacré à la Stratégie intégrale pour la forêt et le bois contient le résumé de la stratégie, le rapport du Conseil fédéral présentant la stratégie ainsi que le plan de mesures.
Daniel Landolt : « Ce projet confirme à nouveau qu’une stratégie viable repose sur une concertation approfondie entre les parties prenantes. La Confédération et les cantons ont collaboré à l’élaboration de cette stratégie, jetant ainsi les bases d’une mise en œuvre commune. De tels processus collaboratifs donnent naissance à des idées nouvelles, dépassant le simple cadre des compétences techniques individuelles. Structurer et accompagner une telle démarche me procurent une grande joie, cela enrichit mon travail. »

Où nous trouver

LinkedIn

Suivez-nous sur LinkedIn.

E-mail

Contactez-nous par e-mail : lausanne@interface-pol.ch

Site internet

Pour tout savoir sur Interface, rendez-vous sur www.interface-pol.ch.