Gesundheitsförderung Schweiz unterstützte das Projekt Opti-Q Multimorbidität des Vereins QualiCCare während der Jahre 2020 bis 2023. Ziel des Projekts war die wissenschaftliche Prüfung der Anwendung von Praxisempfehlungen für die Behandlung multimorbider Patienten/-innen aus dem Kanton Waadt in Bezug auf Praktikabilität und Wirksamkeit auf nationaler Ebene. Interface hat  Opti-Q Multimorbidität begleitend evaluiert.

Der Stiftungsrat von GFCH entschied 2022, die Projektfinanzierung von Opti-Q zu stoppen. Interface hat die «Lessons Learned», die dazu geführt haben, 2023 aufgearbeitet. Der Verein QualiCCare als Trägerorganisation von Opti-Q hat sich jedoch entschlossen, Opti-Q in kleinerem Rahmen als Piloten umzusetzen und aus eigenen Mitteln zu finanzieren. Interface hat diesen Piloten evaluiert und die Ergebnisse im Schlussbericht zusammen mit den zentralen «Lessons Learned» im Bericht festgehalten.

Insgesamt lässt sich sagen, dass das Ziel von Opti-Q, die interprofessionelle Versorgung multimorbider Patienten/-innen zu fördern und diese stärker als Partner/-innen in ihre Behandlung einzubeziehen, hoch relevant ist. Den Ansatz, für die Anwendung von Praxisempfehlungen für die Versorgung multimorbider Patienten/-innen interprofessionell Anwendungshilfen zu entwickeln, ist zielführend. Die Evaluation zeigt aber, dass die gesteckten Ziele von Opti-Q nicht erreicht worden sind. Zwar wurden relevante Grundlagen erarbeitet, aber die Umsetzung von Opti-Q in der Hausarztpraxis stellte sich aufgrund der Komplexität und des Aufwands für die Umsetzungspartner als schwierig heraus. Es ist Opti-Q nicht gelungen, die Zielgruppe mit den Angeboten zu erreichen und Wirkung zu erzielen. Damit die Anliegen von Opti-Q und die relevanten Inhalte der erarbeiteten Produkte nachhaltig verankert werden können, braucht es in erster Linie Vereinfachungen, die sich an den Bedürfnissen der beteiligten Fachpersonen und der Patienten/-innen orientieren.


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Gesundheitsförderung Schweiz

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Andreas Balthasar

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