Die Studie der Universität Luzern in Zusammenarbeit mit Interface untersucht die Rolle von Private Equity in der ambulanten Gesundheitsversorgung der Schweiz. Private Equity bezeichnet Eigenkapitalbeteiligungen an Unternehmen, die nicht börsenkotiert sind. Das Kapital wird von Private-Equity-Gesellschaften und deren Investoren bereitgestellt, um Unternehmen weiterzuentwickeln, deren Wert zu steigern und die Beteiligung nach einigen Jahren durch einen Verkauf oder einen Börsengang mit Gewinn zu veräussern. Im Gesundheitswesen kann dies auch Arztpraxen, medizinische Zentren oder Apotheken betreffen. Bei solchen Investitionen gibt es für das Gesundheitssystem, die Gesellschaft und das medizinische Personal Chancen, aber auch Risiken.
Vor diesem Hintergrund hat das Forschungsteam erstmals eine umfassende Bestandesaufnahme der Eigentümerstrukturen von Arztpraxen und Apotheken in der Schweiz vorgenommen. Die Studie zeigt, dass Arztpraxen überwiegend Ärzten/-innen gehören und Private-Equity-Beteiligungen selten sind. Auch bei Apotheken finden sich kaum entsprechende Investitionen. Es gibt keine empirischen Hinweise auf negative Auswirkungen bei Qualität, Leistungen oder Wettbewerb. Aufgrund des stark regulierten Marktes besteht derzeit kein zusätzlicher Regulierungsbedarf. Empfohlen werden jedoch ein Monitoring der Eigentümerstrukturen, eine verstärkte Marktbeobachtung und der Einbezug privater Investoren in Innovationsprozesse.
Die Studie basiert auf einer Analyse nationaler Statistiken zu Arztpraxen und Apotheken, einer ausführlichen Literaturanalyse sowie auf Interviews mit relevanten Akteuren/-innen. Ergänzend wurden eine Medienanalyse und zwei Fallstudien durchgeführt.
- Cliente
Bundesamt für Gesundheit (BAG)
- Persona di contatto
- Andreas Balthasar
- In Zusammenarbeit mit
Universität Luzern (Projektleitung)
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